Das Leben macht trotz Demenz Spaß!

Das Leben macht Spaß.

Dabei sein ist alles. Egal in welchem Stadium der Krankheit sich ihr Angehöriger (oder vielleicht auch Sie) selbst befindet. Basale Funktionen und grundlegende Motivationen bleiben (siehe A.Maslow "Die Bedürfnispyramide"). Die emotionale Wahrnehmung und Teilhabe ist nicht zu unterschätzen.

Voraussetzungen im Umgang: Respekt, Wertschätzung, Akzeptanz, Echtheit (Authentizität) - durch Empathie. Infos erhalten Sie hier: ***

Übrigens zum Thema Empathie: Wie uns "Der Kleine Prinz" schon lehrte: "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. " Zitat von Antoine de Saint-Exupéry. 

Damit ist jeder Mensch, mit einer demenziellen Erkrankung und ohne demenzieller Veränderung gemeint!


Hilfe zur Selbsthilfe bieten.

Bedenke: was Du Deinem Angehörigen abnimmst - wird er verlernen. Nimm ihm nicht die Chance es selbst zu tun. Gib ihm aber auch nicht die Blöße, wenn Du merkst, dass es in diesem Moment nicht (oder vielleicht auch gar nicht mehr)  klappt.

Entweder Sie machen es gemeinsam (Stichwort "Führen nach Affolter*) so dass Ihr Angehöriger das Gefühl für den Handlungsablauf erhält und/oder Sie versuchen es mit viel Zeit: 

  • Zeit um im "Jetzt anzukommen".
  • Zeit um ein Bewusstsein über die eigene Lage im Raum zu erhalten. (Propriozeption*)
  • Zeit um Sie wahrzunehmen.
  • Zeit zu verstehen. 
  • Zeit um die Aufgabe zu verstehen. (Das dauert manchmal einige Minuten. Wenn Sie dann die Aufgabe wiederholen, werden Sie sich wundern :-)) 
  • Zeit um die Aufgabe umzusetzen.
  • Zeit um die Aufgabe tatsächlich auszuführen. 


Akzeptieren Sie die Veränderungen.

Behandeln Sie den erkrankten Menschen nicht wie ein Kind, fassen Sie ihn nicht ständig an der Hand - Duzen Sie ihn nicht einfach, vor allem wenn dies überhaupt nicht seinem Lebensstil entspricht, nehmen Sie ihm nicht einfach etwas ab! (Z.B. einfach direkt Entkleiden oder Essen, Trinken anreichen oder "auf die Toilette setzen" oder oder oder) Fingerfood wäre gut, lange Essenszeiten,  Fragen stellen (die mit Ja oder nein zu beantworten sind)  - wenn es gar nicht geht "geführte Abläufe" (s.o.) Überlegen Sie sich einmal, wie Sie das Essen so zubereiten können, dass es eine "normale" Mahlzeit ist, aber gut mir den Fingern mundgerecht vom betroffenen Menschen genossen werden kann.  

Behandeln Sie ihn so, als wäre er nicht erkrankt.  Vielleicht wie Ihren Kumpel/Freund/Freundin? Wie würden Sie sich denn da verhalten? Durch die Auseinandersetzung mir dieser Fragestellung werden Sie zu einer respektvollen Grundhaltung gelangen. 

Bedenken Sie, dass der erkrankte Mensch höchstwahrscheinlich immer wieder von (rudimentären) Erinnerungen und dem Bewusstsein über seine eigene Identität und sein bisheriges Leben vor der Krankheit ereilt wird. 

Eine chronologische Einteilung in bestimmte Lebensabschnitte ist für ihn irgendwann unendlich schwierig, wenn nicht gar unmöglich. 


https://www.jedermann-gruppe.de/tipps-demenz-umgang/