Das Leben macht Spaß.

Voraussetzungen im Umgang miteinander: Respekt, Wertschätzung, Echtheit (Authentizität) - durch Empathie. 

Natürlich gilt das auch ohne Erkrankung. 

Dabei sein ist alles. Egal in welchem Stadium der Krankheit sich ihr Angehöriger befindet. Basale Funktionen und grundlegende Motivationen bleiben. Die emotionale Wahrnehmung und Teilhabe ist nicht zu unterschätzen. 

Hilfe zur Selbsthilfe bieten.

Bedenke: was Du Deinem Angehörigen abnimmst - wird er verlernen. Nimm ihm nicht die Chance es selbst zu tun. Gib ihm aber auch nicht die Blöße, wenn Du merkst, dass es in dem Moment nicht klappt.

Akzeptieren Sie die Veränderungen.

Behandeln Sie den erkrankten Menschen nicht wie ein Kind - Duzen Sie ihn nicht einfach, vor allem wenn dies überhaupt nicht seinem Lebensstil entspricht.  Behandeln Sie in so, als wäre er nicht erkrankt.  Bedenken Sie, dass der erkrankte Mensch immer wieder von Erinnerungen und dem Bewusstsein über seine eigene Identität und sein bisheriges Leben vor der Krankheit ereilt wird. 

Ganz wichtig, - mein absolutes Anliegen: 

Bitte vermeiden Sie bei den Menschen mit demenzieller Erkrankung  „dement“ als Adjektiv zu nutzen. Dieser Mensch ist viel mehr als "dement"; er ist individuell und eine Persönlichkeit! Versuchen Sie, sich deutlich auszudrücken, reduzieren Sie den Menschen nicht auf die Krankheit. Versuchen Sie sich genau zu überlegen, welches Verhalten, welche Eigenschaft und Eigenart Sie gerade meinen. Wollen Sie einfach nur sagen, dass dieser Mensch an Demenz erkrankt ist und deshalb vielleicht diverse Eigenheiten entwickelt oder bestimmte Dinge nicht (mehr) so gut (oder augenblicklich) beherrscht, dann benennen Sie diese doch bitte  konkret. Versuchen Sie es!


Bieten Sie  neue Lebensfreude – aktivieren, fordern und fördern Sie – holen Sie den Menschen immer da ab, wo er gerade steht. Lassen Sie  ihn nicht stehen. 



https://www.jedermann-gruppe.de/tipps-demenz-umgang/

Das Verhalten ist manchmal nicht einfach nachvollziehbar ...

Zeigt Ihr/e Angehörige/r seltsame Verhaltensweisen die Sie selbst schwer ertragen können, versuchen Sie die Auslöser zu verändern: Wechseln Sie den Platz, verlassen Sie den Raum (Raumwechsel), durchbrechen Sie den Moment (einfach einmal eine kurze Pause machen) durch eigene überraschende Handlungen, versuchen Sie ruhig zu bleiben. Vermeiden Sie Vorwürfe, vermeiden Sie Wutausbrüche, bleiben Sie freundlich (auch wenn Sie eventuell innerlich kochen). Der Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen ist eine wirklich hoch anspruchsvolle Herausforderung. Und mitunter sehr kräftezehrend.    


Ich möchte Ihnen an dieser Stelle ein Buch von Katja Pape-Raschen nahe legen.  Es heißt: "100 Fragen zur Kommunikation mit Menschen mit Demenz",  Brigitte Kunz Verlag 2012. Ich kann mich hier mit vielen Themen und Empfehlungen im Umgang mit Menschen mit einer Demenzerkrankung identifizieren.  
 

https://demenz.behandeln.de/demenz-tipps-fuer-angehoerige.html